Waschsteine an der Wäschbach
Unterhalb der Dietschweiler Mühle befindet sich unmittelbar am Glan der historische Waschplatz der früheren Gemeinde Dietschweiler. Im Ort ist die Anlage bis heute als „Wäschbach“ bekannt. Sie erinnert an eine Zeit, in der es noch keine Waschmaschinen gab und das Wasser des Glans ganz selbstverständlich für die tägliche Arbeit genutzt wurde. Der Waschplatz wurde erstmals im Jahr 1889 angelegt und war über viele Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Dorflebens.
Über mehrere steinerne Treppen gelangte man direkt hinunter ans Wasser. Die heute denkmalgeschützte Anlage besteht aus zehn dreistufigen Waschtreppen, zwischen denen sich quadratische Steinsockel befinden. Hier konnten die Bewohner ihre Wäsche direkt am Fluss waschen und bearbeiten. Noch bis in die 1950er- und 1960er-Jahre wurde der Waschplatz intensiv genutzt.
Auch der Lauf des Glans hat sich an dieser Stelle im Laufe der Zeit verändert. Beim Bau der Eisenbahn, der hier um 1904 abgeschlossen wurde, wurde der Flusslauf von der Glanbrücke an der Dietschweiler Mühle bis in Richtung Nanzdietschweiler verlegt. Wahrscheinlich musste damals auch der Waschplatz etwas versetzt beziehungsweise angepasst werden. Heute sind die alten Waschsteine ein interessantes Zeugnis des früheren Alltagslebens und bilden zusammen mit der nahegelegenen Dietschweiler Mühle ein Stück erhaltener Ortsgeschichte.