Partnerschaft Butten

 

Partnerschaft
BUTTEN - NANZDIETSCHWEILER

 

Die Partnerschaft basiert auf den 1972 geknüpften Kontakten unseres Musikvereins mit den Musikern aus Butten.
Unsere Musiker waren einige Male Gast in Butten, vor allem beim Fest der Clique der Sapeurs-Pompiers. In diesen Anfangsjahren haben sich die Herren Willi Schmidt und Johannes Trautmann große Verdienste um die spätere Gemeindepartnerschaft erworben. 
Um die Partnerschaft organisatorisch und in festen Bindungen zu schaffen, hatten wir mit Bürgermeister Henri Bauer einen guten Freund und überzeugten Europäer, der in dieser Partnerschaft die Vision des vereinten Europas beflügelt sah.

So wurde es möglich diesen Wunsch, gemeinsam mit engagierten Gemeinderatsmitgliedern auf beide Seiten, aber auch die Mitbürgerinnen und Mitbürger in unseren Gemeinden für die Sache zu begeistern und mit Leben zu erfüllen.
Es wurde ein beachtlicher Beitrag zum friedlichen Zusammenleben unserer beiden Völker geleistet.
All jene Männer und Frauen die sich in diese Arbeit einbrachten, dürfen auf das Erreichte stolz sein.
Es ist zu wünschen, dass diese Bemühungen ein breites Feld im Bewusstsein der Menschen prägen.

 

 

Info

Butten hat zurzeit 688 Einwohner (Stand 20.08.08). Das Dorf liegt im so genannten „Krummen Elsass“. Der Gemeindebann beträgt 15,28 km². Butten hat eine Mehrzweckshalle die sowohl für sportliche als auch für festliche Aktivitäten benutzt wird.
Es gibt eine Grundschule sowie eine Maternelle (ähnlich wie Kindergarten nur Pflicht in Frankreich).
In Butten gibt es zwei Kirchen: eine Protestantische und eine Katholische. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auch noch eine getrennte Schule mit jeweils einem katholischen und einem evangelischen Lehrer.
 

 
Geschichte

Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wurde den Kindern in der Schule erzählt dass sich dort wo jetzt ihr Heimatdorf steht einst ein großer Wald ausdehnte. Irgendwann einmal so geht die Sage weiter kam ein Mann namens Betto in die Gegend, holzte ein Stück Wald ab und baute sich ein Haus etwa an die Stelle wo sich heute das Pfarrhaus befindet. Wann und wie die Gründung des Dorfes tatsächlich erfolgte bleibt im Dunkel der Vergangenheit verborgen. In einer Urkunde der Stadt Wissembourg aus dem Jahre 713 wird „Bettuna marca“ als ein an den Ufern der Eichel gelegenes Dorf beschrieben (in früheren Zeiten wurde der Buttener Bach als Hauptfluss angesehen und Zeitweise auch mit Eichel bezeichnet, heute heißt er Petersbach). Auf dieser Grundlage ist die Identifizierung von „Bettuna marca“ mit Butten durchaus möglich.
Eindeutig zuzuordnen ist der Ortsname 1318 und 1361 mit „Budena“ und 1415 mit „Butten“, 1501 schrieb man „Büten“, 1544 „Bitten“ was in etwa dem Dialekt des Dorfes entspricht (auf Elsässisch sagt man „Bitte“).
Dass in der Umgebung von Butten schon früh Siedlungen existierten beweisen die keltischen Grabhügel im Wald. Ein Fund von etwa 2000 Silbermünzen deutet auf spätere römische Bewohner hin.

12. bis Mitte 16. Jahrhundert
Bereits im 12. Jahrhundert war die Abtei Graufthal in Butten begütert, später auch die Klöster Herbitzheim und Lixheim. Der Abtissin von Graufthal, dem Prior von Lixheim und dem buttener Pfarrer standen Anteile am Zehnten zu (Kirchensteuer).
So etwa ab 1416 gelangte Butten endgültig zur Grafschaft Saarwerden (Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken).

17. Jahrh.: Krieg und Verwüstung
Auch Butten litt unter dem 30-jährigen Krieg der Verwüstung, Plünderei und Epidemien mit sich brachten. In der Zeit gehörte Butten zu Frankreich. Nach jahrelangem hin und her wo abwechselnd Katholizismus und Protestantismus verboten wurden kam es am Ende dieses Jahrh. zur Anerkennung beider Konfessionen.

18. Jahrh.:
Da die Zeiten ruhiger wurden wuchs in der Zeit die Bevölkerung (z.B. waren 1743 insgesamt 93 Haushaltungen). Doch durch dieses Wachstum wurde die  Versorgungslage schlechter und dass veranlasste viele Familien auszuwandern (vornehmlich in die zu kolonisierenden Gebiete der Donaumonarchie).
1789 kam dann die französische Revolution und die Herrschaft des Adels war vorbei. Es erfolgte die administrative Einteilung des Elsass in die beiden Départements Haut- und Bas-Rhin. Butten gehörte fortan zum Département Bas-Rhin, Arrondissement Saverne, Canton Sarre-Union. (was heute noch der Fall ist).

Ende 19. Jahrh. – Anfang 20.:
In dieser Periode  gehörte Butten durch die Kriege abwechseln zu Deutschland und zu Frankreich bis es schließlich nach dem 2. Weltkrieg endgültig zu Frankreich gehörte.

 

 

Zeitfenster der Partnerschaft

Im September 1984 Zeitungsbericht
war dann zum ersten Mal der Gemeinderat Nanzdietschweiler mit einer Schar Interessenten in Butten zu Besuch, um die Vorbereitungen der Gemeindepartnerschaft zu konkretisieren.
Es folgten umfangreiche Gespräche und organisatorische Vorbereitungen um die Partnerschaft offiziell zu besiegeln.

Die Partnerschaftsfeier fand am 16. März 1985 Zeitungsbericht | Partnerschaftsurkunde
in der Kurpfalzhalle mit großem Programm und vielen Gästen statt.
Am Vormittag waren wir auf Einladung unseres Landrates Herrn Gustav Adolf Held Gast auf Burg Lichtenberg.

Am 4. Mai 1985
war die AH des SV Nanzdietschweiler in Butten zu Gast.

Am 1. September 1985
fand die Besiegelung der Partnerschaft zweiter Teil in Butten statt.
Beim gemeinsamen Ortrundgang konnten die neuen Partnerschaftsschilder an den Ortseingängen besichtigt werden.

März 1986 Zeitungsbericht
Nun galt es die Partnerschaft mit Leben zu erfüllen und Neuland zu bearbeiten.
Der Gemeinderat besuchte eine Gemeinderatssitzung in Butten um die Arbeit und die Geflogenheiten in diesem Gremium näher kennen zu lernen.
Es schloss sich dann der Besuch der letzten noch intakten Mühle in Butten an. Nach dem Besuch der Partnerfamilien traf man sich zum gemeinsamen Essen in der Halle. 

Im Sommer 1986
besuchte unsere Grundschule die Partnergemeinde Butten. Es fanden Kontakte mit der dortigen Schule statt und ein Gegenbesuch wurde vereinbart. 

Am 5. April 1987
war der Pfälzerwald-Verein zu Gast in Butten, dort unternahmen sie mit den Wanderfreunden aus Diemeringen (Vogesenclub) unter der Führung von Gerard Lavaupot eine wunderschöne Wanderung. Als Förster brachte er seinen Wald auf dem Weg zur Heidenkirch bei der Werkmühle und dem Nassau-Brunnen seinen Gästen näher.

Am 9. Mai 1987 Zeitungsbericht
durften wir unsere Freunde aus Butten wieder als unsere Gäste begrüßen.
Wir fuhren mit ihnen zum Ohmbachstausee und machten bei gutem Wetter einen Seerundgang der mit Kaffee und Kuchen im „Kaffee am See“ abschloss.
Das gemeinsame Abendessen gab es in der Kurpfalzhalle mit einem gemütlichen Beisammensein. Als Gastgeschenk überbrachten sie das im Halleneingang von mir eingebaute Steinrelief.

Am 28. Mai 1987
folgte der Gemeinderat einer Einladung nach Butten.
Nach der Begrüßung in Butten fuhren zur Besichtigung einer Glasfabrik in Meißenthal und zum Besuch des Schuhmuseums in Such. Eine Wanderung in der elsässischen Natur führte uns in das dortige Sportheim, zu Kaffee und Kuchen.

Am 11. Oktober 1987
gestaltet der Ev. Gem. Chor Nanzdietschweiler einen Erntedank-Gottesdienst in der Pro. Kirche in Butten. Dies war ein ereignisreicher Tag für unseren Chor und die Gäste in der überfüllten Kirche. 

Juni 1988
war die Schule aus Butten bei uns zu Gast. Nach einem Besuch im Musikantenland-Museum auf Burg Lichtenberg wurden die Gäste von den einheimischen Kindern zum Mittagessen eingeladen.

Am 17. Dezember 1988
war eine kleine Gruppe Buttener Ratsmitglieder zu einer Gesprächsrunde bei uns zu Gast. 

Am 23. September 1990
war der Ev. Gem. Chor Gast in Butten.
Am Morgen umrahmte der Chor den Gottesdienst, das Mittagessen wurde in den Familien eingenommen.

Am 27. Oktober 1990
war der Gemeinderat Butten bei uns zu Gast.
Es galt die neu gewählten Ratsmitglieder kennen zu lernen und Kontakte zu pflegen. 

Am 13. Januar 1991
ist der Ev. Gem. Chor (mit Steinbach/Frutzweiler) zum dritten Male Gast in Butten.
Der Chor gibt auf Vermittlung von Bürgermeister Bauer ein Konzert das dieser als „Höhepunkt 1990“ in Nanzdietschweiler besuchte.

Anfang Oktober 1991
war der Rat zu einem informativen Gegenbesuch in Butten.

Am 27. März 1993
Weihe der restaurierten Orgel in der Prot. Kirche in Butten.
Die Orgel 1860 vom Strassburger Orgelbauer Martin Wetzel gebaut, wurde 1981 unter Denkmalschutz gestellt und nun für 430.000 Franc restauriert wieder in Dienst genommen. 

Im Juni 1993 Zeitungsbericht
waren auf Bemühen von Bürgermeister Bauer eine Delegation Bürgermeister aus dem Elsass im Kreis Kusel.
Frühstück auf der Burg, Greifvogelschau und Mittagessen auf dem Potzberg, Schneeweider Hof, Christliches Jugenddorf und Einfahrt in das Wolfsteiner Besichtigungsbergwerk. Die Reisebegleitung organisierte der Landkreis. 

Am 4. Dezember 1993
besuchen wir Butten.
Anlass 50 Jahre Befreiung Butten, großer militärischer Umzug alter Gerätschaften, Kranzniederlegung und Baum gepflanzt.

28. Mai 1994
Rat aus Butten zu Gast.
Auswanderermuseum Oberalben, Ölmühle in Ulmet.

11. Juni 1995 (Tag der Wahl in Butten)
der Cäcilienverein war zum ersten Mal in Butten, als Gast des dortigen Kirchenchores. In der Kath. Kirche gestaltet der Chor eine feierliche Vesper.
Herr Reutenauer wurde neuer Bürgermeister. 

20. August 1995 Zeitungsbericht
10 Jahre Partnerschaft.
Neuer Bürgermeister Albert Reutenauer führte die Gäste.
Ein umfangreiches Programm, viele Ehrengäste, mitwirkende Chöre „Sängervereinigung Dietschweiler“ und MGV 1894 Nanzdietschweiler.

21. Oktober 1995 Zeitungsbericht
Henri Bauer, nicht mehr im Amt erhält die sehr seltene Auszeichnung als „Ritter im nationalen Verdienstorden“ in einer großen Feierstunde in der Halle in Butten überreicht. Viel Prominenz war gekommen, um die hohe Lebensleistung von Henri Bauer zu würdigen und ihm die Ehre zu geben. 

21. September 1996
der Kath. Kirchenchor aus Butten als Gast beim Cäcilienverein.
Die Gäste gestalteten einen Gottesdienst mit einer guten Predigt ihres mitgereisten Pfarrers.
Gemütliches Beisammensein im Jugendheim.

Am 12. April 1997
war der Rat unter Leitung des 1. Beigeordneten Alfons Jung in Butten.

Der Sonntag den 17. November 2002
war mit der Kunsthandwerkerausstellung und dem Besuch unserer Partnerschaftsgäste aus Butten ein ereignisreicher Tag für unsere Gemeinde.

Pfingstmontag, 9. Juni 2003
Ev. Gem. Chor besucht Butten, auf Einladung des ev. Pfarrers Daniel Schaeffer.
Bus mit ca. 45 Personen, gemeinsam gestalteter ökumenischer Gottesdienst.

März 2005 Zeitungsbericht
20 Jahre Partnerschaft zwischen Nanzdietschweiler und Butten.

Oktober 2008 Zeitungsbericht
Bericht Partnerschaft Nanzdietschweiler / Butten