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Kindergarten Nanzdietschweiler

50-Jahr-Feier in größter Harmonie


Der katholische Kindergarten feierte am Sonntag sein 50-jähriges Bestehen. Das 50-jährige Jubiläum machte deutlich, wie die Tagesstätte in die Dorfgemeinschaft einbezogen ist.

Die Aufnahmekapazität ist auf 65 Kinder im Alter von 1 -6 Jahre konzipiert. Kinder aus Nanzdietschweiler und Börsborn, wenn Plätze vorhanden auch aus anderen Orten, sind hier untergebracht.

Das Programm der Feier startete in der katholischen Kirche mit einem Festgottesdienst, der vom Kirchenchor mitgestaltet und durch Beiträge der Kinder bereichert wurde.

Danach wechselten die Aktivitäten in die Kurpfalzhalle. Hier stand zunächst das Mittagessen auf dem Programm.

Im offiziellen Teil überbrachten kommunale und kirchliche Vertreter sowie die Vereine ihr Grußwort und Präsent. Dabei stellten sie die gute Zusammenarbeit mit dem Kindergarten heraus.

Dann kam die große Stunde der Kinder. Ihr Rückblick auf die 50 Jahre war sehr bildhaft und einprägend.

Die 60er Jahre waren den Indianern gewidmet und in bester Erinnerung war das Lied von Gus Backus „Da sprach der alte Häuptling der Indianer, von Gus Backus“. Die 70er Jahre standen im Zeichen der Musikgruppe „ABBA“, während in den 80er Jahren mehr die „Neue deutsche Welle“ die Musikszene beherrschte. Die 90er Jahre wurden von „Biene Maja“ dominiert und 2000 bis 2010 , das war die Epoche des Fußballsong zum 2006er Fußballmärchen WM in Deutschland.

Die Kids demonstrierten dabei ein großes schauspielerisches Talent und es machte ihnen zunehmend - nach Ablegung der verständlichen Nervosität - Freude bei ihren Auftritten.

Bei all diesen Auftritten war das enorme Engagement der Erzieherinnen erkennbar, das sich auch in einer besonderen Hinwendung zu den Kindern und im Umgang mit ihnen ausdrückte (hc)

INFO: Angeboten werden drei Öffnungszeiten, darunter eine Öffnungszeit von 7:00 Uhr bis 16:30 Uhr mit warmen Mittagessen. Die Eltern haben die Möglichkeit sich die Öffnungszeit nach ihren familiären Bedürfnissen auszuwählen.

Fotos

Aktuelles vom 17.05.10


Ortsgemeinde Nanzdietschweiler

Rückgang der Bevölkerung auch als Chance begreifen


Die ländliche Gegend hat mit ihrer natürlichen Schönheit eine ganze Menge zu bieten. Ein intaktes Vereinsleben, dörfliche Mittelpunkte, freundliche Menschen, Umweltbewusstsein: Attribute gegenüber den städtischen Strukturen, die einerseits viele Bürgerinnen und Bürger davon abhalten, in Ballungsgebiete umzuziehen. Jeder kennt (fast) Jeden, Gespräche mit dem oder den Nachbarn und man lernt sich kennen und sich auch gegenseitig behilflich zu sein.

Nachteile sind oft die fehlenden Verkehrsverbindungen, z.B. zum Arbeitsplatz, das Kulturangebot ist eingeschränkt und ein ganz wesentlicher Faktor macht sich bemerkbar: Die Grundversorgung, vor allem mit Lebensmitteln ist unzureichend, wenn überhaupt noch vorhanden. Und oft ist mit der Schließung des letzten Lebensmittelgeschäftes im Ort dann nur noch die Möglichkeit gegeben, in größeren Nachbarorten seine Grundversorgung einzudecken. Jüngere, mobile Bürgerinnen und Bürger kommen mit dieser Situation noch einigermaßen klar, nicht aber die älteren Bewohner.

Diese Entwicklung ist marktbedingt, die Frage der Rentabilität hat diese Entwicklung forciert.

Es sei denn, Initiativen entstehen von unten nach oben, wie sie in Jülich-Barmen in Nordrhein-Westfalen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern in Angriff genommen und – was bisher erkennbar ist – mit Erfolg auch umgesetzt haben.

Vorausschauende Ortsbürgermeister und -gemeinderäte versuchen, mit eigenen Konzepten dieser Entwicklung gegenzusteuern, so auch in Nanzdietschweiler. Mit der vor Jahren eingeleiteten Dorfmoderation, wo unter Mitwirkung der Bevölkerung die Situation vor Ort analysiert wurde, sieht sich der Ortsgemeinderat auf gutem Weg, um gemeinsam mit dem Landschaftsplaner Andreas Hartenfels und dem Architekten Klaus Dockendorf neue Wege aufzuzeigen.

Hier ist der Weg, den die Menschen in Jülich-Barmen beschritten haben, eine sehr interessante Perspektive. Und deshalb hat die Ortsgemeinde auch den dortigen Initiator und ehrenamtlichen Geschäftsführer Heinz Frey des Vereins DorV, hinter dem sich die Einrichtung mit dem Namen „Dienstleistungszentrum ortsnahe Rundum-Versorgung“ verbirgt, zu dem Team der Dorfmoderation hinzugebeten. Vor anderthalb Wochen war Heinz Frey, mittlerweile ein vielgefragter Gesprächspartner in Sachen Dorferneuerung, in die Kurpfalzhalle nach Nanzdietschweiler gekommen.

Frey ist kein Mensch, der vor Mitmenschen tritt und denen „was vom Pferd erzählt“. Auch wenn er viel erzählen könnte, er tut es nicht. Er hat das Konzept in Jülich-Barmen auf die Beine gestellt, kennt die Geburtswehen und weiß auch, dass es in jedem Dorf anders laufen kann. Deshalb schaut er sich die dörfliche Struktur zuerst intensiv an, bevor er seine Thesen vorträgt.

Der Ort oder die Kleinstadt muss sich schon in hohem Maße mit dem Vorhaben identifizieren, muss selbst mit angreifen, sonst funktioniert das Ganze nicht. Gerade weil am Anfang, trotz bester Ideen und vieler Mitstreiter, noch so mancher Fehler im Detail steckt. Und die Rentabilität des Unternehmens „DorV“ erst nach Jahren kommt.

Kein Tante-Emma-Laden im herkömmlichen Sinn ist seine Devise. Nein, es muss schon ein schönes Stück mehr sein. Dieses kleine Zentrum im Ort beruht nach Frey auf fünf Säulen:

Nicht nur Lebensmittel, sondern öffentliche, halböffentliche und private Dienstleistungen sowie eine Vielzahl sozialer und medizinischer Angebote und Leistungen sind unter einem Dach zusammengebracht.

Gleichzeitig wird das DORV-Zentrum zu einem Ort der Begegnung in der Gemeinde, wo man sich trifft und auch mal „ein Schwätzchen hält“.

Betreiberstruktur

Je nach Einwohnerzahl, Kaufkraft und betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen wird das DORV-Zentrum als bürgerschaftliches, integratives oder kaufmännisches Modell betrieben, das gleichzeitig eine berufliche Existenz sichern kann. Und zudem echte neue Arbeitsplätze bringt.

„Alles unter einem Dach“ ist eine Philosophie, die sicher nicht zu weit gegriffen scheint. Ihr liegt zugrunde, dass angeboten wird, was die Bevölkerung brauch und trotzdem eine Bündelung des Angebotes aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus sinnvoll erscheint. Eine wichtige Frage ist auch die regionale Ausrichtung des Angebotes. Und das Warensortiment muss in einer modernen Ladeneinrichtung auch verkaufsfördernd dargestellt werden können. Gerade weil von der Briefmarke über Lebensmittel bis Wurst und Fleisch und sogar hin zu Bankdienstleistungen und dem Vorhandensein von Arztpraxen alles Lebensnotwendige angeboten wird und der Begriff von Dienstleistung wirklich zutrifft. Flexibilität, weil die Kosten anders aus dem Ruder laufen, ist natürlich unbedingt erforderlich. Dienstleistungszentrum heißt aber auch, dass hier kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse ihren Platz haben und den Charakter der Dorfmittelpunktes unterstreichen. In Jülich –Barmen haben die Bürger in Form von Anteilscheinen dem Projekt finanziell auf die Beine geholfen. Sollte sich in Nanzdietschweiler Ähnliches auf die Beine stellen lasen, könnte eine Art Bürgergenossenschaft für die Erstfinanzierung sorgen. Und damit dem Projekt das erforderliche Einstiegskapital besorgen. Inwieweit für das Projekt öffentliche Gelder beansprucht werden können, sei von Fall zu Fall unterschiedlich, müsse aber in jedem Fall versucht werden, so Heinz Frey. Die Dorfmoderation – immerhin kamen rund 90 Einwohner/innen zum Vortrag – werde das Thema stets am Kochen halten und somit auch die notwendigen Schübe für die Verbesserung liefern.

Nächster Schritt werde eine Bedarfs-Analyse sein, in der die Bürger per Fragebogen um ihre Erwartungen an die „Einkaufs- und Dienstleistungszentrale in spe“ gebeten werden. (Horst Cloß)
 

Aktuelles vom 08.05.10


Ortsgemeinde Nanzdietschweiler

Rundum-Versorgung im neuen Dorfmittelpunkt


Für die Ortsgemeinde Nanzdietschweiler ist es dringend erforderlich wieder einen Dorfladen anzusiedeln. Deshalb hat sich die Dorfmoderation dieses Themas angenommen und für Freitag, den 16.April, um 20 Uhr in der Kurpfalzhalle das DORV-Zentrum aus Jülich-Barmen für einen Fachvortrag zu diesem Thema eingeladen.


Einladung zum Fachvortrag im Rahmen der Dorferneuerung:
Freitag, 16. April, um 20 Uhr -  Kurpfalzhalle, Gastraum

Es freuen sich auf eine rege Beteiligung der Ortsbürgermeister sowie der Gemeinderat.
 

Aktuelles vom 28.03.10


Wildsauverein Nanzdietschweiler

Osterrock



 

Aktuelles vom 13.03.10


Sportverein Nanzdietschweiler

Blau-Weiße-Nacht



 

Aktuelles vom 01.02.10


kfd

Kinderfasching



 

Aktuelles vom 17.01.10


Obst- und Gartenbauverein

Anpflanzung alte Streuobstsorten in Nanzdietschweiler


Im Zuge der Dorfmoderation wurden am Samstag, den 12.12. sechsundfünfzig alte Obstbaumsorten entlang von drei Wegen im Bereich von Nanzdietschweiler gepflanzt. Hintergrund ist die Idee neben der Erhaltung alter Obstsorten ein touristisches Angebot zu schaffen sowie gerade für Kinder und Jugendliche ein Lern- und Erfahrungsangebot. So sieht die Gesamtkonzeption die Anlage eines zentralen Sortenerhaltungsgartens, ein „Grünes Klassenzimmer“ sowie die Einbindung der Obstbaumalleen entlang von Wanderwegen vor. Der Startschuss konnte nun am Wochenende erfolgen, da sich mehrere private Eigentümer bereit erklärt hatten Flächen entlang von Wegen zur Verfügung zu stellen. So erfolgte die Anpflanzung von 26 Bäumen entlang des Feldwirtschaftsweges vom Friedhof Richtung Katzenbach, von 15 Bäumen entlang des Feldwirtschaftsweges zum Tretbad sowie von 17 Bäumen entlang des Feldwirtschaftsweges in Verlängerung der Kirchstraße.
15 tatkräftige Helfer pflanzten innerhalb von ca. 5 Stunden die Obstbäume unter fachlicher Anleitung von Herrn Ritthaler von der gleichnamigen Baumschule aus Hütschenhausen.
Herr Ritthaler betreut das Projekt als Mitglied des Arbeitskreises „Historische Obstsorten Pfalz-Elsaß-Kurpfalz“ im Pomologenverein.  Über ihn erfolgen die Erfassung der Neupflanzung und die Registrierung in der bundesweiten dezentralen Genbank des Pomologenvereins (28 Sorten mit je 2 Stk.). Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Obstsorten fachlich gesichtet u. bewertet und die Abgabe von Edelreisern an Interessierte ist möglich.
Das historische Alter der gepflanzten Sorten liegt durchweg bei fast über 150 Jahre, teils auch wesentlich älter und ursprünglich lokal verbreitet auf wenige Dörfer: Bsp. Westpfalz - Lautertaler Waldapfel, Herrgottsapfel, Mostbirne Offenbacher Rote oder aus der Vorderpfalz - Freinsheimer Taffetapfel, Ettenbirne,  Lambsheimer Kurzstielkirsche bzw. seltene alte Sorten die in der Pfalz verbreitet waren: Brauner Matapfel, Veldenzer-Birne.
Die meisten der gepflanzten Sorten werden seit 100 Jahren in Baumschulen nicht mehr angeboten – deshalb ist eine nachhaltige Sicherung dringende Notwendigkeit und stellt eine Erhaltung v. lebendem Kulturgut dar. Die meisten Sorten kommen mit spezieller Verwertungseignung daher als Bestandteil des traditionellen ländlichen Speiseplanes: Trockenobst, Birnenwein, Kompott, Latwerch, Apfelsaft. Erste Kostproben sind in ca. 5 Jahren zu erwarten. Finanziell getragen wird die Aktion zur Hälfte von Obst- und Gartenbauverein und zur Hälfte von der Ortsgemeinde. An dieser Stelle sei allen Mitwirkenden noch einmal herzlich für die Unterstützung dieser gelungenen Gemeinschaftsaktion gedankt sowie Herrn Matthias Fey als unermüdlicher Ideenentwickler für die Gesamtkonzeption Sortenerhaltungsgarten, Grünes Klassenzimmer, Rundwanderwege entlang von alten Streuobstsorten.

Fotos
 

Aktuelles vom 03.01.10